Karibik Grenada – Kleine Antillen Dezember 2014

Karibik Grenada – Kleine Antillen – Dezember 2014
Hotel Sandals La Source

Die Insel:
Grenada gehört zu den „Insel über dem Winde“ und ist einfach eine herrliche, kleine Karibikinsel der Kleinen Antillen. Geschaffen aus Vulkangestein, hügelig, grün und ganzjährig mit um die 30 Grad wunderbar warm. Tatsächlich weht hier immer ein leichter Wind, der die Temperaturen sehr angenehm macht. Bekannt ist die Insel für die Muskatnuss (Nutmeg). Das Wasser der Karibischen See ist mit durchschnittlich 27 Grand schön warm und kristallklar. Die Hauptstadt ist St. Georges. Etwa 100.000 Menschen leben auf der Insel. Amtssprache Englisch. Mitglied des Commonwealth.

Ankunft:
Flug mit Condor von Frankfurt. Flugzeit ca. 10 Stunden. Landung auf dem Maurice Bishop Flughafen. Dieser ist sehr klein. Wäre da nicht die lange Start- und Landbahn könnte man meinen es wäre ein Segelflughafen. Kleines Gebäude. Die Einreise war in 10 Minuten erledigt.

Unser Hotel:
Wir hatten das Sandals La Source (Adult only) gebucht. Etwa 200 Zimmer. Gästestruktur: 90 % Amerikaner, der Rest Kanadier und Engländer (und 2 Deutsche :-)). Einige Honeymooner. Es liegt direkt am Flughafen. Transfer 3 Minuten. Ein riesen Vorteil. Fluggeräusche sind keine zu hören. Wenn überhaupt, hört man einmal am Tag einen Start, und diesen nur sehr leise. Am Flughafen wird man direkt von einem Mitarbeiter des Hotels in Empfang genommen. Ab ins Auto und schon ist man im Hotel. Begrüßung mit Champagner und einem kühlen Tuch. Erster Eindruck – TOP!
Sandals La Source Grenada

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Zimmer:
Wir hatten ein Zimmer im Pink Gin Gebäude gebucht, direkt am Strand. Das Zimmer hat uns gut gefallen, trotzdem haben wir nach einem Upgrade gefragt und bekamen ein Upgrade auf die nächst höhere Zimmerkategorie. Eine Club Level Suite. Etwas größer mit Wohnzimmer und man hat Zugriff auf die Club Level Leistungen (Room Service, Minibar zusätzlich mit Wein, Champagner, Whisky, Rum, Gin und Vodka, Club Sandals Lounge). Zimmer super, sauber, groß und sehr komfortabel. Es hat einen kleinen Balkon und ein großes Bad mit Wanne. Wlan inklusive. Sehr gute Qualität und in der gesamten Anlage verfügbar.
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Verpflegung:
Die Sandals Gruppe wirbt mit einem luxuriösen All Inclusive. Was soll ich sagen. So ist es auch. Außer dem Spa ist wirklich alles Inklusive, und das bei sehr hoher Qualität. Es gibt 10 Restaurants die alle erstklassig sind. So gut haben wir selten gegessen. Der Service unfassbar freundlich. Die Restaurants sind sehr schön eingerichtet. Beim Italiener begrüßt einen ein Italiener, beim Suhsi ein Asiate. Man setzt das Thema konsequent um. Es werden alle Wünsche erfüllt. Unsere Top´s: Butch´s Steakhouse. Cucina Romana, Le Jardinier und Kimonos. Im Le Jardinier kann man auch sehr gut a la carte frühstücken. Im Cafe de Paris gibt es leckere Crêpes, Eis, Kuchen und Waffeln. Natürlich auch jede Art von Kaffee. Der Hot Dog Man macht sehr leckere Hot Dog`s. Im Pub gibt es englisches Ale und Fish and Chips….und so weiter und so fort…..

Die Getränke stehen dem Essen in nichts nach. Es wird alles gemischt, was man möchte. Die Cocktails schmecken sehr gut. Man bekommt überall alle Getränke ohne Einschränkung. Die Weine und der Champagner sind sehr gut. Trinkgelder sind im AI enthalten. Die Mitarbeiter dürfen keine Trinkgelder annehmen. Alle Getränke und jegliches Essen kann man ich auch als „Take away“ nehmen. Bestellen, kurz warten, Essen mit Abdeckung kommt, dann Lieblingsplatz aussuchen. Es wird nichts eingeschränkt. Super.
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Anlage:
Was soll man sagen. Ein karibischer Traum aus Meer, Pflanzen, Sonne und guter Laune. Alles ist sehr gepflegt. Das Hotel wirkt eher klein. Zentrum ist die kleine Rezeption. Insgesamt wirkt es wie eine kleine Stadt. Wirklich sehr schön angelegt. Durch die hügelige Lage verteilt sich alles sehr schön. Man hat herrliche Ausblicke. Es gibt die typischen Hotelshops. Hier waren diese erstaunlich günstigt, und wir haben das ein oder andere Teil gekauft. Die Souveniers sind günstiger als am Flughafen.
Es gibt 3 Gebäudebereiche. Pink Gin, Italien und South Seas. Wer gerne direkt am Strand ist, sollte Pink Gin buchen.
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Strand/Pools:
Es gibt 2 Pools und den Pink Gin Strand. Ein Pool, South Seas, ist der eher lautere mit Swim-up Bar. Hier ist den ganzen Tag was los. Ein DJ legt auf und die Amerikaner spielen Bingo und solche Sachen. Der ruhige Pool ist unten am Strand. Dort haben wir uns meist aufgehalten. Schöner, kleiner Pool mit vielen Liegen direkt am Strand. Beide Pools haben einen großen Whirlpool. Der Strand ist schön. Das Meer wurde mittels Wellenbrecher etwas beruhigt, so hat man eine schöne Lagune zum Planschen. Der Sand ist eher dunkel durch das Vulkangestein. Es gibt sehr viele Liegen am Strand. Das Wasser ist warm und kristallklar. Ein paar Fische sind auch immer unterwegs.
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Sport:
Es gibt ein kleines Fitnessstudio, das sehr gut ausgestattet ist. Wir waren einige Male dort. Das beste Training ist aber der „Powerwalk“. 7:30 h geht’s los. Trainer Vonne jagt einen 1 Stunde durch die Anlage. Wir haben uns gefühlt wie im Bootcamp. Besonders nach den Strand- und Treppenläufen.
An Wassersport gibt es Kanus, Katamaran, Trettboote….

Tauchen:
Pro Tag sind für zertifizierte Taucher 2 Tauchgänge inklusive. Bis auf den Anzug ist auch das gesamte Equipment inklusive. Normalerweise tauchen wir mit unserer eigenen Ausrüstung, haben uns aber entschieden es diesmal mit Leihausrüstung zu versuchen. Der erste Tauchgang sollte an einem Nachmittag sein. Wir sollten 30 Minuten eher kommen wegen der Ausrüstung. Leider hat sich keiner so richtig um uns gekümmert. Es gab keinen Rundgang und keine Erklärungen zum Ablauf. Die Ausrüstung mussten wir und dann auch alleine zusammensuchen. Die Ausrüstung soll ein Jahr alt sein, dafür war sie ziemlich mitgenommen. Die Atemregler waren Salzverkrustet, gereinigt wird da eher nichts. Es gibt keine richtige Sitzmöglichkeiten, und alles ist sehr eng.
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Aufs Boot kommt man schlecht, da kein Steg da ist. Aber geht, man wird halt irgendwie hochgezerrt. Das Blei bekommt man auf dem Boot. Der Guide fragt mich, und ich verlange 5 kg Blei im Gürtel und 1 kg auf die Flasche. Reicht mir dicke beim ersten Tauchgang. Er schaut mich an und gibt mir 12 kg. Diskutiert dann mit mir rum und gibt sich schließlich geschlagen. Die Amerikaner werden dann komplett überbleit ins Wasser geworfen. Hauptsache sie sinken. Wir tauchen ab, natürlich reichen die 6 kg. Ist eher zuviel. Nach 30 Minuten unter zappelten Mittauchern tauchen wir auf.

Zu sehen gab es nicht viel. Fische sind da. Eine Muräne und einen Feuerfisch konnte ich entdecken. Aber ansonsten  war es eher trostlos und langweilig. Auf Rückfrage bei anderen Tauchern wurde bestätigt, dass alle Tauchplätze so sind.

Auf dem Boot werden die Bar abgefragt. Wir haben beide noch 135 Bar. Die Dame glaubt mir nicht, und unterstellt mir zu lügen. WIEVIEL Bar soll ich bitte auf 8 bis 5 Metern und 30 Minuten verbrauchen???? Alle anderen waren auf 50 Bar. Ist mir klar mit 12 kg Blei auf den Hüften und nur am Zappeln. Die Rückfahrt erfolgte dann mit lauter Beschallung und viel Gesinge und Getanze. Alles in allem hat es uns nicht gefallen und wir haben es dann auch gelassen. Die Basis hat leider keinen professionellen Eindruck gemacht. Es ist leider auch typisches „Amerikaner-Tauchen“. Kurze Tauchgänge, alle in einer Gruppe.

Hochzeiten:
Wir haben dort geheiratet. Die Erneuerung des Eheversprechens. Wir hatten eine Weddingplanerin, die alles wunderbar organisiert hat. Der Tag war traumhaft und ich kann es jedem nur empfehlen. Für Paare, die das erste mal heiraten ist die Hochzeit sogar inklusive. Es war sehr romantisch und genauso wie wir es uns gewünscht hatten. Barfuß am Strand, eine nette Standesbeamtin. Musik, leckeres Essen, nette Menschen, viel Lachen……Mit unserem Hochzeitslied „Intoxication“ von Gentlemen haben wir unseren „Wedding-Damen“ auch noch eine Freude gemacht, alle haben getanzt und mit uns gefeiert. Sie hatten schon Angst vor dem Hochzeitswalzer 🙂
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Entertainment:
Uns hat die Abendunterhaltung nicht gefallen. Ziemlich öde und schlecht gemacht. Einzig die „Chocolate Party“ und das BBQ am Strand waren schön. Aber ist halt alles Geschmacksache. Tagsüber ist im Grunde nur am großen Pool Animation, dort waren wir nicht. Die Animation ist eher auf Amerikaner ausgelegt. Denen hat es gefallen. Wenn ich in der Karibik bin will ich keinen Linedance sehen. Aber was solls, einfach mit einer Flasche Wein an eines der Feuer am Strand setzen und genießen. Wenn das „Hauptprogramm“ durch ist, legt immer ein DJ auf, der war wirklich gut und man kann super tanzen, sofern nicht gerade ein Linedance angesagt ist. Schön war das Programm an Weihnachten.

Seit diesem Urlaub sind wir große Fans von Boule und Shuffleboard. Sollte wieder erwarten Langeweile aufkommen findet man am Strand immer ein Spiel.

Stimmung:
Luxuriös und elegant, aber trotzdem lässig und zwanglos. Super freundliche Menschen. Man fühlt sich willkommen. Alle lachen, winken und grüßen. Gibt man sich als Deutscher zu erkennen wird man mit vielen Fragen bombardiert. Sehr süß. Alle Wünsche werden erfüllt. So soll es sein. Es wird immer getanzt. Reggae läuft den ganzen Tag irgendwo. Einfach eine tolle Urlaubsstimmung.

Ausflüge:
Wir haben die Umgebung zu Fuß erkundet. Das ging gut und sehr problemlos. Durch die Hitze aber auch anstrengend. Sonst haben wir keine Ausflüge gemacht. Man muss hier sagen, dass es nicht wahnsinnig viel zu sehen gibt. Rumfabriken und ähnliches haben wir schon auf anderen Karibikinseln besichtigt. Von Hotel aus haben wir den Hafen von St. Georges sehen können. Es liegt dort jeden Tag ein anderes Kreuzfahrtschiff. Man kann sich vorstellen was in der kleinen Stadt los ist. Zudem sind die Ausflüge unverschämt teuer, und Wasserfälle habe ich auch schon schönere gesehen. Angeboten werden die Ausflüge direkt im Hotel. Wegen der hohen Preise würde ich hier aber eher eine Agentur außerhalb buchen.

Fazit:
Wir hatten einen MEGA Urlaub. Nahezu perfekt. Das Preisleistungsverhältnis stimmt. Hier fühlt man sich einfach als Gast. Wir sind begeistert von dem Sandals Konzept und haben schon das nächste auf Barbados im Auge. Das mit dem Tauchen war schade, aber wir geben dem Ganzen beim nächsten mal eine neue Chance. Dann doch wieder mit eigener Ausrüstung. Einfach perfekt für einen relaxten Karibikurlaub.

Tipps:
An UK Adapter für die Steckdosen denken.
Nach Upgrade fragen (Club Level lohnt sich).
Zeitung „The Breeze“ an der Rezeption holen, dort sind alle täglichen Aktivitäten verzeichnet.
Heiraten!
Den Powerwalk mitmachen.
Mückenspray mitnehmen.
Nach dem Hummingbird suchen (Kolibiri).
Als Vorspeise Sushi essen gehen, und als Nachspeise, und Zwischendurch…….
Nutmeg-Eis essen.
Aus dem Hotel raus und einfach drauflos laufen. Tolle Ausblicke garantiert.
Dem Mann nicht böse sein, wenn er den Frauen hinterherschaut. Die Frauen sind einfach wunderschön dort 🙂

7 Gedanken zu „Karibik Grenada – Kleine Antillen Dezember 2014

  1. … so lange der Mann nur schaut und nicht bei der Hochzeit plötzlich die Frau tauscht ist doch alles in Ordnung. 🙂
    Wunderschöner Reisebericht. Vielen Dank…
    … und alles Gute
    D.

  2. Danke Dieter, und du hast bis zum Schluß gelesen!
    Die Männer sind dort im übrigen auch nicht schlecht…… 🙂

    • Ja hab ich. Und ich hab gelernt, wenn man nicht überbleit ist, dann braucht man zwar weniger Luft wird danach aber vom Guide beschimpft….

  3. Sollte ich jemals das Glück haben, in die Karibik zu kommen, werde ich deine Tipps berücksichtigen 😉
    Schöner Bericht!

  4. Die kleinen Antillen kenne ich noch nicht wirklich und Grenada reizt mich auch schon länger. Zum Relaxen liest sich das wunderbar. Tauchen kann man ja woanders. 🙂

    • Es ist wirklich perfekt zum Relaxen.War genau das was wir gebraucht haben. Schöne, kleine Insel. Wir wollen im September nach Barbados. Gehört ja auch noch zu den Kleinen Antillen, ist aber schon wieder etwas anders als Grenada. Genau, Tauchen kann man woanders 🙂

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