Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber – Juni 2015

Eins vorweg – Alle Klischees stimmen. Es ist eine kitschige, von Touristen überschwemmte Stadt, und sie ist so schön, dass einen das überhaupt nicht stört!

Als Tourist besucht man den mittelalterlichen Teil der Stadt. Etwas oberhalb gelegen, komplett von der Stadtmauer umgeben. Wir hatten uns für ein Hotel direkt am Plönlein entschieden, beste Lage. Zum Hotel später mehr.

ploenlein

Wir hatten nur einen Tag Zeit, und mussten alles Sehenswerte in diesen Tag packen. Kann man schaffen, 2 Tage hätten wir aufgrund des Wohlfühlfaktor gerne gemacht. Start war das Plönlein, das wohl meistfotografierte Haus der Stadt, und es ist gar nicht so leicht ein Bild ohne weitere Touristen zu machen. Am besten am späten Abend probieren. Dann los in die Stadt, und erstmal die kleinen Gassen und wunderschönen alten Häuser bewundern. Nach einem ersten Eindruck sind wir auf die Stadtmauer. Hier kann man auf 4 km die Stadt umrunden, mit herrlichen Ausblicken über die Stadt und auch immer wieder ins Taubertal. Der Weg über die Stadtmauer lohnt sich.

Der Turmweg

turmweg

Laufen macht Hunger, so entschieden wir uns zu einer Einkehr in das Restaurant Michelangelo. Direkt an der Stadtmauer gelegen, allerdings etwas versteckt und somit weg von den Touristenströmen. Gutes italienisches Essen zu moderaten Preisen.

Leckeres Mittagessen

Dann ging es weiter in der Stadt. Es gibt viel zu sehen und man bleibt immer wieder stehen, schaut sich etwas an. Geht in ein Geschäft, schmunzelt über die vielen Asiatischen Touristen, oder sitzt einfach mit einem Eis auf den Rathaustreppen. Es gibt an jeder Ecke etwas zu entdecken.

rathaus

Museumsbesuch muss sein, und ist hier nicht Pflichterfüllung sondern Spaß. Wir besuchten das Historiengewölbe. Ein mittelalterliches Museum, mit original Kerker und Folterkeller. Zudem wird die Stadtgeschichte an Hand von Originalstücken greifbar dargestellt. Wir fanden den Besuch unterhaltsam und lohnenswert. Gerne hätten wir uns noch das Kriminalmuseum angesehen, hier hat leider die Zeit nicht mehr gereicht.

Historiengewölbe

folterkammer

Ein Muss ist der Besuch des Weihnachtsdorfes. Unter dem Namen Käthe Wohlfahrt wird einem hier das komplette Weihnachtskitschprogramm vorgeführt. Egal ob man es mag, oder nicht. Hier kann man sich kaum entziehen. Wir waren wirklich beindruckt. Wenn man durch die kleine Tür eintritt hat man keine Idee, was kommt. Dann ist man drin im Weihnachtswunderland, und kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Leider darf man nicht fotografieren, deshalb keine Fotos. Natürlich alles viel zu bunt und viel zu teuer. Spaß hat es trotzdem gemacht. Es gibt auch noch ein Weihnachtsmuseum, dafür war die Zeit ein wenig knapp.

Weihnachtswunderland

Ein weiteres Muss sind die Schneeballen. Schneeballen sind eine Spezialität der Stadt. Der ein oder andere kennt sie vielleicht vom Weihnachtsmarkt. Diese großen, sehr leckeren Gebäckkugeln kann man bei verschiedenen Bäckern erwerben. Als Mitbringsel immer schön, allerdings auch sehr lecker zum Eigenverzehr. Meine hat exakt einen Tag überlebt…..

Lecker Schneeballen

stadt

Gegen Abend leert sich die Stadt merklich. Spätestens wenn die Busreisegruppen abreisen, wird es sehr ruhig. Das ist die Zeit in der man alles entdeckt, was man tagsüber übersehen hat. So entdeckten wir die „Waffenkammer“. Ein Laden der alles rund um das Mittelalter bietet. Auch hier erwartet man nichts großartiges, wenn man vor dem kleinen Haus steht, aber was sich dann nach dem Eintreten eröffnet ist wirkliche einen Besuch wert. Unbedingt anschauen.

Die Waffenkammer

Viel zu schnell war der Tag zu Ende. Zum Abschluss entschieden wir uns für ein Abendessen in einem typischen Gasthof. Auch wieder etwas abgelegen, mit schönem Biergarten, gutem Essen und leckeren fränkischen Weinen.

Abendessen im Gasthof am Rödertor

Die Nacht verbrachten wir im Gasthof Glocke. Direkt am Plönlein gelegen der perfekte Ausgangspunkt. Die Unterkünfte liegen preislich im oberen Bereich und sind meist nicht sehr schön ausgestattet. Beim Gasthof Glocke sollte man bei Buchung nach dem Comfortzimmer fragen. Dieses hatten wir gebucht, es ist ein modernes und komfortables Zimmer. Sehr schön und sauber. Garage ist im Haus. Alles in allem ein angenehmer Aufenthalt. Freundliche Gastgeber und ein gutes Frühstück.

Unser Hotel/Gasthof Glocke

glocke

Fazit:
Der Tag war spannend, romantisch, abwechslungsreich, interessant, lehrreich, lecker und einfach schön. Wir werden der Stadt wieder einen Besuch abstatten. Geplant ist ein Besuch im Winter zum Weihnachtsmarkt.