Malediven – Kandolhu – The sunny side of life!

Kandolhu, Malediven, Nord Ari Atoll, Oktober 2016

30 Villen (maximal 60 Gäste), Insel 200×150 Meter klein. Ein Insel wie aus dem Bilderbuch.

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Anreise/Abreise mit Emirates in der Business Class. Wir waren mit Service, Komfort, Unterhaltungsangebot und der Verpflegung sehr zufrieden. Bei der Ankunft in Male ging alles ganz fix am Wasserflugzeugterminal, und nach einem kurzen Aufenthalt in der Lounge ging es direkt weiter. Kandolhu gehört zur Universal Gruppe. Dazu gehören noch die Inseln Maafushivaru und Kuramathi. Die 3 Inseln teilen sich die Lounge in Male am Wasserflugzeugterminal. Nach etwa 30 Minuten Flug sind wir vor Safari Island gelandet, von dort ging es noch 10 Minuten mit dem Speedboot weiter. Auf dem Boot wurden wir schon von der Gästebetreuerin begrüßt, um dann kurz darauf sehr herzlich von Laura am Steg begrüßt zu werden.

Die Insel wird aktuell von Laura und Marc geführt, was beide mit großer Leidenschaft tun und eine herzliche Gastfreundschaft leben. Ich hoffe sie bleiben der Insel noch lange erhalten. Wir wurden direkt zum Bungalow geführt und die Gästebetreuerin hat uns alle Annehmlichkeiten in Ruhe erklärt.

Wir hatten eine Poolvilla gebucht. Was soll ich sagen – unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. Die Insel wurde 2013 renoviert und alles wurde sehr wertig eingerichtet. Bilder Poolvilla

Die Poolvilla (150 qm) ist ein Traum. Alles aufzuzählen würde den Rahmen wohl sprengen hier meine persönlichen Highlights:
Der Pool: Gut 1,4 m tief und groß genug um darin ordentlich zu planschen und sich von der Hitze abzukühlen
Das Bad: Sehr groß, Doppelwaschbecken, Badewanne und Innen- und Außendusche mit Blick auf das Meer. Ein Traum.
Der Weinkühlschrank: eine große Auswahl guter Weine und Prosecco, und das Beste bei Buchung mit AI ist er inklusive
Das iPad: Alle wichtigen Infos (Speisekarten, Spa, Ausflüge…) sind damit abrufbar. Zudem eine tolle Auswahl an Musik für jeden Geschmack.
Eine recht gute Videothek, ohne Kosten abrufbar (manchmal ganz schön abends gemütlichen einen Film zu schauen)
Der großzügige Außenbereich.

Das Bad ist nicht halboffen, was ich persönlich sehr begrüße. Es gibt eine traumhafte Außendusche, die wir ausschließlich benutzt haben. Die Fronten und der Zugang zur Dusche lassen sich komplett öffnen, sodass die Villa herrlich licht- und luftdurchflutet ist. Man hat ein tolles Wohngefühl. Die Klimaanlage hatten wir nicht in Betrieb. Der große private Garten geht komplett um die Villa. Es gibt verschiedene Sitzmöglichkeiten und natürlich 2 sehr bequeme Liegen. Man hat sehr viel Privatsphäre. Den Pool kann man nicht Einblicken, und der Bereich der Liegen ist auch geschützt. Wenn man möchte kann man sich komplett in seinen privaten Bereich zurückziehen. Ein Traum.

Das Schlafzimmer ist sehr geräumig, das Bett sehr bequem. Ein Fernseher steht bereit. Alle Annehmlichkeiten die man in dieser Kategorie erwartet sind vorhanden. Die Reinigung des Zimmers war gut. Alles wirkt sauber und gepflegt. Am Abend gibt es noch den obligatorischen Turndown Service samt Betthupferl.

Nun kommen wir zum Essen. Irgendwie jagt bei dieser Insel ein Highlight das nächste. Das Essen gehört definitiv dazu. Man kann täglich zwischen 4 A la carte Restaurants wählen. 4 Restaurants für maximal 60 Gäste!! Das Frühstück nimmt man im „The Market“ ein. Es gibt ein kleines Büfett mit einer schönen Auswahl an Speisen. Von der Karte bestellt man dann was das Herz begehrt.

„The Market“ ist für das Mittagessen den ganzen Tag geöffnet. Man kann jederzeit zum Essen gehen ohne sich an irgendwelche Zeiten halten zu müssen. Das haben wir als großen Luxus empfunden. Die Karte bietet eine Reise durch die verschiedensten Küchen. Man kann sich einen Burger bestellen, oder Pizza, oder ein Curry, Salat, Fisch, Sushi, Steak,einfach alles wass das Herz begehrt. Am Abend öffnen dann noch zusätzlich das „Olive“ (mediterrane Küche), der „Seagrill“ (fangfrische Fische, Steaks vom Grill oder Tandoori Ofen) das „Banzai“ (Japanisches Teppanyaki und Sushi)

Die Speisekarten der Restaurants kann man auf der Website der Insel einsehen.
Speisekarten

Alles in allem kann man sagen, dass es uns unglaublich gut geschmeckt hat. Leider konnten wir in 2 Wochen nicht alles probieren. Da müssen wir wohl wiederkommen….

Wie sieht es mit dem Service aus? Großartig beschreibt es wohl am besten. Alle, wirklich alle Mitarbeiter sind sehr freundlich. Alle sprechen ein wirklich gutes Englisch. Im Service sind die Mitarbeiter gut geschult und können zum Wein beraten, erklären alle Gerichte, sprechen Empfehlungen aus. Sonderwünsche werden ohne zu zögern erfüllt. Besonders nett fand ich den Service das Frühstück am Vorabend vorbestellen zu können. So hatten wir als Taucher, die früh los müssen, immer genug Zeit für ein schönes Frühstück. Die Cocktails schmecken wie man es sich wünscht, und die Weinkarte lässt keine Wünsche offen.

Wir hatten All Inclusive gebucht, und waren sehr glücklich damit. Es handelt sich hier um ein echtes AI. Es ist alles inkludiert außer Champagner und Lobster. Weinkühlschrank im Zimmer, gut gefüllte Minibar, Snacks, alles drin. Nachts im Pool zu liegen, die Sterne zu beobachten und dabei ein Glas Sekt zu trinken, und ein paar Chips zu knabbern das hat was.

Weitere Bungalowkategorien sind Jacuzzi Beachvilla, Jacuzzi Wasservilla, Pool Wasservilla und Duplex-Beach-Poolvilla. Ich hatte die Möglichkeit alle Kategorien zu besichtigen. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Laura und Marc für diese Möglichkeit. Meine Favoriten sind die Poolvilla, die Duplex Poolvilla und die Jacuzzi Beachvillen. Die Wasservillen waren mir etwas zu klein und auch sehr heiß durch die großen Glasflächen. Die Beachvillen sind deutlich großzügiger. Sehr schön von der Lage sind die Jacuzzi Beachvillen. Mein Favorit ist die Poolvilla.

Das Spa hat mich sehr überzeugt. Hier hat für mich alles gestimmt. Die Atmosphäre, die Auswahl an Anwendungen. Ich habe mich sehr wohlgefühlt. Termine wurden sehr flexibel vergeben. Die Damen sind alle sehr nett und gehen auf die persönlichen Wünsche ein. Ein sehr schöner Ort auf Kandolhu.

Die Insel an sich ist ein kleiner optischer Traum. In 5 Minuten umrundet. Schöner Strand. Barfußfeeling überall. Schöne Lagune zum planschen. Für mich das Ideal einer Malediveninsel. WLAN auf der ganzen Insel uneingeschränkt verfügbar. Einmal pro Woche wird für die AI Gäste eine Sonnenuntergangsfahrt mit dem Segelschiff organisiert. Sehr empfehlenswert. Das Publikum war sehr gemischt. Überwiegend Europäer und vereinzelt ein paar Asiaten im Honeymoon.

Das Hausriff hat sehr unter den zu hohen Wassertemperaturen gelitten. Leider ist es recht ausgebleicht. Man kann aber auch schon wieder Flecken sehen die sich schon wieder erholen. Die Fischvielfalt ist riesig. Ein Knaller sind die vielen Schildkröten. Wir hatten bei einem Schnorchelgang 7 Schildkröten gleichzeitig. Es war unglaublich, aber tatsächlich normal am Hausriff von Kandolhu.

Das Tauchen mit Noovilu Sports hat richtig Spaß gemacht. Der Service war hervorragend und auf Wünsche wurde immer eingegangen. Alles absolut persönlich und sehr familiär. Die Tauchplätze waren wirklich spannend, und es gab viel Großfisch zu sehen. Top Tauchplatz Fish Head. Am Ende standen 20 neue Tauchgänge im Logbuch, und viele neue Erlebnisse. Vielen Dank an das ganze Noovilu Team!

Tauchbasis Noovilu Sports


Fazit:
Nach 15 besuchten Inseln können wir sagen, dass Kandolhu eine absolute Trauminsel ist. Hier passt einfach alles. Perfekter könnte ein Urlaub nicht sein. Würden nicht noch so viele andere schöne Inseln auf uns warten, würden wir uns sofort wieder auf den Weg in dieses Paradies machen.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Malediven Profis, die uns wieder perfekt rund um unseren Urlaub beraten haben! Die Malediven Profis
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Nächste Inseln: April 2017 Vakarufahli, Oktober 2017 Constance Moofushi

Ohne Beschlag – Die Maske

Zum Thema Masken gibt es natürlich viele Meinungen. Jeder hat seine Lieblingsmarke, jeder bevorzugt eine andere Form. Da kann man nicht raten, da muss jeder selbst „seine“ Maske finden. Sie muss einfach gut passen, und natürlich auch gut aussehen. Meine aktuelle Lieblingsmaske ist die Cressi Big Eye. Tolle, bequeme Maske mit großem Sichtfeld. Das Silikon verfärbt nicht gelb, und ist sehr weich und angenehm im Gesicht.

Ein großes Thema bei den Masken ist das Beschlagen. Hier gibt es so viele Tipps wie es Masken gibt. Ich werde einfach mal beschreiben wie ich meine Maske beschlagfrei halte.

Neue Maske mehrmals mit Zahncreme ausreiben. Am besten eine nehmen, die solche kleinen Schleifkörnchen hat. So beschädigt man die Maske nicht, bekommt aber die Ablagerungen gut ab. Alle Masken haben produktionsbedingte Ablagerungen.

Vor dem Tauchgang die Maske ordentlich mit Süßwasser spülen.

Ich nehme danach etwas Spülmittel, oder Babyshampoo, und reibe die Maske damit aus. Babyshampoo brennt nicht in den Augen und riecht auch besser als Spülmittel, falls doch was in der Maske zurück bleibt. Beides reinigt gut. Wichtig ist es auch das Silikon der Maske zu waschen. Gut ausspülen, und bis zum Tauchgang etwas klares Wasser in der Maske lassen.

Creme, oder Sonnencreme reibe ich vor dem Aufsetzen der Maske nochmal ordentlich ab. Entweder mit einem Tuch, aber der Arm des Neopren tut es auch um die größten Mengen abzukriegen. Cremes laufen in die Maske und sorgen für Beschlagen.

Maske erst ganz kurz vor dem Abtauchen aufsetzen, und nichts beschlägt mehr. Wichtig, ist dass man immer Süßwasser nutzt. Auf dem Boot ist meist ein Eimer mit Süßwasser, wenn nicht die Dusche nutzen, oder eine Wasserflasche mitnehmen.

Sehr eklig finde ich es in die Maske zu spuken. Eine Bitte an alle Spuker. Könnt ihr gerne machen, aber spült eure Maske bitte nicht in dem gleichen Wassereimer wie ich!!!

Sollte trotz allem die Maske beschlagen. Hier ein kleiner Rettungstipp. Während dem Tauchgang einfach etwas Wasser in die Maske laufen lassen, Wasser in der Maske verteilen und ausblasen. Hilft bei mir immer. Kann sein, dass man es mehrmals machen muss, aber immer noch besser als nur Nebel zu sehen.

Auftrieb – Füße hoch!

Man sieht es immer wieder. Taucher die Kopf nach unten im Wasser hängen, und die Füße irgendwo oben schweben. Die Versuche dies zu korrigieren klappen nicht. Besonders zum Ende des Tauchgangs kann es schlimmer werden, die Flasche leert sich langsam und bekommt dadurch immer mehr Auftrieb. Die Füße gehen hoch und einen ruhigen Sicherheitsstopp zu machen ist fast unmöglich. Ich hatte das Problem zu Beginn auch. Keiner hat, oder konnte mir erklären woran das liegt, geschweige denn wie ich es wegbekomme.

Dabei ist es ganz einfach. Packt euch 1 kg Blei auf die Flasche und alles ist gut. Die Flasche hat keinen Auftrieb mehr, alles bleibt wo es ist. Die meisten Jackets haben hinten Taschen wo man es reinpacken kann, sollte das nicht sein kann man das Blei auch auf den Flaschengurt ziehen, oder mit einer Schnur dranhängen. Es gibt auch spezielle Gurte dafür. Viele Taucher machen das, es ist komfortabel und man kann bis zum Ende entspannt tauchen, ohne mit der Flasche zu kämpfen. Bei Stahlflaschen ist das nicht so relevant, die sind naturgemäß schon schwerer, aber bei den leichteren Alu-Flaschen ist es sehr hilfreich.

Für mich gibt es nichts schlimmeres als eine Flasche mit Auftrieb auf dem Buckel zu haben! Ein sehr netter Tauchguide hat mir den Tipp gegeben. Ich bin ihm heute noch dankbar dafür!

Die Sache mit der Luft

Besonders zu Beginn einer Taucherlaufbahn machen einem ja viele Dinge Sorgen. Alles ist unheimlich, man hat vielleicht ein bisschen Angst, dass mit dem Tauchen klappt noch nicht so gut. Bedingt durch viele Stressfaktoren und auch körperliche Voraussetzungen ist dann die Flasche schnell mal nach kurzer Zeit leer. Der Tauchgang ist auf 60 Minuten angesetzt und der Taucher stellt nach 30 Minuten fest, dass er eigentlich schon seit 10 Minuten nur noch 50 Bar drauf hat. Auftauchen ist angesagt, was zu noch mehr Stress führt weil man unter Umständen die Gruppe stört, die alle noch mit 100 Bar unterwegs sind und noch lange nicht ans Auftauchen denken.

Jeder Taucher möchte so lange wie möglich, so viel wie möglich Luft im Tank haben. Dann sprechen wir doch mal drüber, was eigentlich viel Luft verbraucht. Natürlich erstmal Atmen. Klar. Aber wie kommt es, das der eine Taucher nach 60 Minuten mit 60 Bar auftaucht und ein anderer schon nach 30 Minuten auftauchen muss, da die Flasche bei 50 Bar ist.

Bewegung:
Wer sich viel bewegt, braucht viel Luft. Das kennt jeder vom Sport, oder wenn man nur mal schnell ein paar Schritte geht. So ist es auch beim Tauchen. Deshalb: Wenig bewegen. Vorwärts bringen uns die Flossen. Ruhige Schläge reichen. Hände ruhig halten. Die Bewegung kontrollieren. Es ist oft zu Beginn schwierig. Man neigt dazu sich zu viel zu bewegen, man strampelt durchs Wasser und verliert dann auch mal die Tarierung, und strampelt noch mehr.

Tiefe:
Je tiefer desto mehr Luft verbrauchen wir. Ein paar Meter machen viel aus. Deshalb immer die Tiefe kontrollieren, macht man ja so wie so damit man die Zeiten nicht überschreitet. Einfach mal etwas höher gehen und schon verändert sich der Luftverbrauch.

Der schlechte Tag:
Den hat man immer mal. Ich auch. Dann denke ich schon beim Abtauchen „Das wird nix“. Man fühlt sich nicht wohl, der Tauchplatz gefällt nicht, man kann sich nicht richtig konzentrieren, oder man konzentriert sich zu viel. Plötzlich hört man sich Atmen wie verrückt und zieht ruckzuck die Flasche leer. Ich gehe dann nicht zu tief, singe innerlich meine Lieblingslieder und muss mir nicht alles ansehen was der Guide anzeigt. Klappt.

Aufregung:
Stress lässt uns pumpen wie Maikäfer. Das kennt der Tauchanfänger. Das legt sich mit der Erfahrung. Deshalb nicht von erfahrenen Tauchern unter Druck setzen lassen. Die haben auch mal angefangen und auch viel Luft verbraucht. So cool wie die tun sind die auch nicht. Und auch der erfahrenen Taucher kommt immer mal in Situationen in denen er aufgeregt ist.

Gewicht:
Je mehr wir mit uns rumschleppen umso mehr Luft brauchen wir. Hier zählt nicht nur das Blei, sondern auch unser eigenes Gewicht. Je weniger Gewicht, desto vorteilhafter für den Luftverbrauch.

Training:
Ein gutes Ausdauertraining hilft. Je besser man trainiert ist, desto weniger Luft wird verbraucht. Also ruhig ein bisschen Sport machen. Fit sein ist immer von Vorteil. Besonders wenn man sich noch an Land mit der Ausrüstung bewegen muss.

Fazit:
Lasst euch nicht stressen! In der Regel fragen die Guides vor dem Tauchgang auch wie hoch der Luftverbrauch ist. Entsprechend werden die Gruppen zusammengestellt. Hier sollte man sich auch nicht scheuen ganz offen zu sagen wenn man viel verbraucht. Hier muss man sich nicht schämen, und man muss auch nicht mit anderen mithalten. Nicht auf dem Boot stressen lassen! Take your time! Dann noch viel trinken und sich vor der Sonne schützen und üben, üben, üben….. Mit jedem Tauchgang wird es besser und irgendwann sitzt man auch lachend auf dem Boot und freut sich noch 60 Bar auf der Flasche zu haben.